04.01.2005
AUSSCHNITT RHEINPFALZ-ARTIKEL
Ergo-Fit, Sigma, Joola und Framas lassen die Muskeln spielen - Sie setzen auf Körperkult, Gesundheits- und Fitness-Welle
Von Judith Schäfer
LUDWIGSHAFEN- Die Pfalz und der Sport: Das sind nicht nur rund 2100 Vereine, die Profis des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern und die WM 2006. Was sich in und um die Sportvereine sowie privat betriebene Fitness-Studios tut, daran hängen Arbeitsplätze. Und damit wird, auch über die Region hinaus, Geld verdient.
In Sachen Sportgeräte und -zubehör hat die Pfalz einiges zu bieten. Etwa den Pirmasenser Hersteller von Cardio- und Kraftgeräten, die Ergo-Fit GmbH & Co. KG. Die Produkte des Vater und Sohn gehörenden Unternehmens, das rund 5000 bis 6000 Geräte im Jahr herstellt, entstehen ausschließlich in Pirmasens. „Dafür nehmen wir höhere Produktionskosten in Kauf“, betont Juniorchef Michael Resch. Die Geräte seien dadurch zwar teurer als Konkurrenzprodukte - doch die hohe Qualität und vor allem die einfache Bedienung seien Vorteile, die Hotelmanager sowie die Betreiber von Physiotherapie-Praxen und Fitness-Centern überzeugten. Warum aber baut Ergo-Fit die gleichen Produkte nicht billiger im Ausland? „Mein Vater und ich sind beide Pirmasenser. Wir leben gut und gerne hier. Wir haben eine Verantwortung gegenüber der Region."
Für Ergo-Fit arbeiten 81 Beschäftigte - so viele wie nie zuvor in der Firmengeschichte, die 1947 mit Maschinen für die Schuhindustrie begann und die seit der Ölkrise Anfang der siebziger Jahre eine Sportgeräte-Geschichte ist. 8 bis 10 Prozent Wachstum verzeichnet das Unternehmen im Jahr. „Wir sind gesund", bilanziert der Inhaber. Seit 2000 stellt Ergo-Fit auch Kraftgeräte her. Als Jahresumsatz dürfte ein deutlich zwei-stelliger Millionen-Euro-Betrag unter dem Strich stehen.
Jüngst haben die Reschs die Ergo-Fit-Welt erweitert: Zusammen mit dem Profifußballer Benjamin Auer (FSV Mainz 05) hat Michael Resch ein Fitness-Studio im Gebäude der Firmenzentrale eröffnet. Auer habe nach einer Verletzung selbst auf Ergo-Fit-Geräten trainiert und so sei der Kontakt zu Stande gekommen.
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