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Therapie Ausdauertraining - Für ein gesundes und starkes Herz

Welche Wirkung hat das Ausdauertraining auf Herzkreislauferkrankungen?

Circa ein Drittel der Erwachsenen leidet an Bluthochdruck (Neuhauser 2017), in der Gruppe der über 65-Jährigen sogar fast zwei Drittel. Bluthochdruck ist ein bekannter Risikofaktor für eine Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere Niereninsuffizienz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders schwerwiegend und eine der häufigsten Todesursachen ist die koronare Herzkrankheit (KHK), an der rund 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden. 

 

Motiv - Gesundheit und Schmerzfreiheit

 

Wenn Sporttreibende nach ihren Motiven gefragt werden, antworten viele „um sich fit zu halten“ oder „um abzunehmen“, und damit den Wunsch nach einer verbesserten Leistungsfähigkeit oder der „Wunschfigur“. Die Motive der Primär- oder Tertiär-Prävention, also „um Krankheiten zu vermeiden“ oder „von Krankheit zu rehabilitieren“ werden bedeutend seltener genannt, trotz einer mittlerweile erdrückenden Studienlage, die den positiven Einfluss eines kontrollierten Herz-Kreislauf-Trainings auf den Organismus beweist. Es kann optimal in der Trainingstherapie eingesetzt werden, um Erkrankungen vorzubeugen (Prävention) oder diese zu lindern (Rehabilitation). Die Patient:innen profitieren multifaktoriell von den Auswirkungen eines hochbetreuten Ausdauertrainings und können so eine bestehende Erkrankung lindern, um für ein alltägliches Wohlbefinden und eine hohe Lebensqualität zu sorgen.

 

Und das Schöne dabei ist, dass dieselbe Therapieform, die so eindrucksvoll positiv bei Herzkreislauferkrankungen wie der KHK, Herzinsuffizienz oder einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) wirkt, sich ebenfalls in der Rehabilitation von anderen Krankheiten eignet, wie unter anderem :

 

  • Typ-2-Diabetes (Glukosetoleranz und Insulinsensitivität)
  • Angst und Depressionen
  • Fatigue (Müdigkeit)
  • verschiedene Krebserkrankungen (Brust, Darm, Prostata u.a.)

 

Welche Möglichkeiten habe ich für ein Ausdauertraining?

 

Herz-Kreislauf-Training kann vielfältig ausgeführt werden. Zur Auswahl stehen dabei unterschiedliche Inhalte, Mittel und Methoden, um insbesondere die Ausdauerleistungsfähigkeit aber auch andere konditionelle Faktoren zu verbessern. Eine Bandbreite von Sportarten wie Joggen, Radfahren, Walken, Rudern, Schwimmen, etc. kann mit unterschiedlichen Herausforderungen hinsichtlich Belastung und Bewegungsausführung sowohl Indoor als auch Outdoor ausgeführt werden. Effizient und gelenkschonend sowie in der individuellen Beanspruchung besonders gut parametrierbar ist das Training mit professionellen, medizinisch-zertifizierten Ausdauergeräten wie z.B. Crosstrainer, Fahrradergometer, Laufbändern. Insbesondere bei schwerwiegenden Krankheitsbildern und -verläufen ist ein kontrolliertes Training nur mit hochwertiger und bestenfalls digitaler Betreuung mittels einer Trainingssoftware in einer qualifizierten Gesundheitseinrichtung möglich. 

 

Welche positiven Effekte erzielt ein richtig durchgeführtes Herz-Kreislauf-Training?

 

Das Training führt nicht nur zur Senkung des Körpergewichts und -fettanteils, sondern verringert darüber hinaus auch direkt den systolischen und diastolischen Blutdruck in Ruhe und bei submaximaler Belastung. Auch die Erholung nach körperlicher Beanspruchung verläuft schneller, wie man eindrucksvoll an der verminderten Zeit ablesen kann, die die Herzfrequenz benötigt, um nach der Belastung zur Ruhe zur kommen. Dies ist natürlich bei allen anderen Therapieformen nützlich.

Zu weiteren positiven Effekten gehören:

  • Die Erhöhung des Herzgewichts und – volumens, mit einer Steigerung des Schlagvolumens und des maximalen Herzzeitvolumens
  • Die Verbesserung der peripheren Durchblutung, insbesondere der Microzirkulation mit der Neubildung von Kapillaren
  • Die Optimierung der Lungenbelüftung und der Anstieg des Atemzugvolumens

 

Welche Methoden gibt es im Ausdauertraining und welche ist für mich geeignet?

Die Gestaltung von Trainingseinheiten erfolgt durch die Gestaltung der unterschiedlichen Belastungsmerkmale (Intensität, Umfang, Dauer und Dichte, Häufigkeit und Komplexität) in der ausgewählten Trainingsmethode. Im Ausdauertraining stehen vier verschiedene Hauptmethoden zur Verfügung:

  • Dauermethode (gleichbleibende niedrige bis mittlere Intensität mit langer Belastungsdauer), insbesondere geeignet für Grundlagenausdauer (GA)
  • Intervallmethode (wechselnde mittlere bis höhere Intensität unterbrochen durch „lohnende“ Pausen, Dauer gering, Umfang und Dichte werden durch Wiederholungszahlen und Pause-Belastungs-Relation bestimmt), geeignet zur weiteren Verbesserung bei vorhandener GA
  • Wiederholungsmethode, ähnlich der Intervallmethode bei maximaler Intensität unterbrochen durch vollständige Pausen, nur für Fortgeschrittene im Leistungssport geeignet
  • Wettkampfmethode, geeignet für den leistungsbetonten Wettkampfsport

 

Fragen Sie Ihre(n) Arzt/Ärztin oder Trainingstherapeut:in

 

Eine genaue (Leistungs-)Diagnostik der aktuellen, individuellen körperlichen Umstände und eine ausführliche Anamnese unter Beachtung sämtlicher Vorerkrankungen und Krankheitsbilder ist die Voraussetzung für einen passenden Trainingsplan in der Trainingstherapie und kann nur in Zusammenarbeit mit gut ausgebildeten Trainingstherapeut:innen erstellt werden.

 

Quellen:

Neuhauser H, Kuhnert R, Born S (2017) 12-Monats-Prävalenz von Bluthochdruck in Deutsch-land. Journal of Health Monitoring 2(1):   57 – 63 DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-007 ISSN 2511-2708

Weineck: Optimales Training. Spitta Verlag 16. Aufl. 2016

http://www.sportunterricht.de/lksport/ausdmeth.html

https://www.ratgeber-herz-kreislauf.de/beschwerden-vorbeugen/herz-kreislauf-training/

Österreichisches Journal für Sportmedizin Laufen und Gehen/Walken in der Therapie unterschiedlicher Erkrankungen des Herzkreislauf Systems (29 (1999), 1/2 , S. 47-51, Lit.)

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Chronische_Erkrankungen/HKK/HKK_node.html

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